| Gemeinde |
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Nennhausen Der Ort wurde erstmals 1304 erwähnt, als sich der Bischof von Brandenburg mit den Askaniern und denen von Bredow um die Rechte an Nennhausen stritten. Bekannt wurde der Ort durch den Dichter Baron Friedrich de la Motte-Fouque, einem Patensohn König Friedrich des Großen. Zu seiner Zeit gehörte er als Vertreter der späten deutschen Romantik zu den am meisten gelesenen deutschen Schriftstellern und war ein wichtiger Förderer junger Autoren. Sein berühmtestes Werk, das phantasievolle Märchen „Undine" wurde 1811 von E.T.A. Hoffmann und später von Albert Lortzing vertont. In der Kirche erinnert ein Kavaleriedegen und ein stilisiertes Schild an den Dichter. Das Schloss neben dem Amtsgebäude geht auf die Familie derer von Briest zurück. Friedrich Christoph von Briest ließ es 1735 erbauen und erhielt dafür von seinem Gönner und Freund Friedrich Wilhelm I ,unentgeltlich Holz und Steine. Heute ist Nennhausen Amtssitz und mit etwa 1.000 Einwohnern der größte Ort im Amtsbereich.
Gräningen
Im Jahr 1375 ließ Kaiser Karl IV. das berühmte Landbuch anlegen, um die Verwaltung seines Herrschaftsgebietes zu effektivieren und natürlich damit die Steuern besser eintreiben zu können. So wie viele Ortschaften im Land Brandenburg wurde auch Gräningen hier erstmals schriftlich erwähnt. Die Schreibweise des Ortes änderte sich über die Jahrhunderte mehrfach: Grenigen, Grenigyn, Grenyngen, Greninghen, Grenygen. Wie das ganze Havelland litt der Ort unter den Plünderungen der Schweden 1675. Ältestes Bauwerk ist die Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Hier findet sich auch ein Taufbecken von 1686. Der Ort liegt idyllisch am Naturschutzgebiet Gräninger See. Hier sind seltene Vögel und Kriechtiere zu Hause. Unweit des Ortes befindet sich der "Gräninger Spring", einer von Hainbuchen und Silberweiden gesäumten Tümpelquelle. Im angrenzenden Wildgehege können Damwild, Schafe, Ziegen und andere heimische Tiere beobachtet werden.
Bamme
Bamme gehörte noch im 14. Jahrhundert dem Markgraf von Brandenburg, der es an Thile und Gerke Kotho als Lehen gegeben hatte. Im 16. und 17. Jahrhundert gehörte es denen von Lochow, die es aber 1677 an den Landrat von Briest abgeben mussten, bei dem sie hoch verschuldet waren. Interessant ist das kleine Bauerndorf vor allem durch die in der Nähe befindliche Windmühle von 1569. Sie ist die älteste noch erhaltene Bockwindmühle des Havellandes. Höhepunkt im dörflichen Leben ist das alljährlich stattfindende Mühlenfest. Interessant ist außerdem die kleine Kirche, denn seit 1756 tickt hier eine mit der Hand aufzuziehende Kirchturmuhr. Die Orgel geht auf eine neununddreißigjährige Spendensammelaktion im 19. Jahrhundert zurück. 1929 wurde an Stelle einer Bronzeglocke zwei Stahlglocken aufgehängt, mit der vielsagenden Inschrift: „Dem Feind zu wehren ward ich entsandt in Bronze 1916 und Gott zu ehren ich neu entstand in Stahl 1929."
Mützlitz
Der Ort wurde bereits 1161 in einer Urkunde des Bischofs Wilmar erwähnt. Nachweislich gab es bereits im 13.Jahrhundert eine kleine Kapelle oder Kirche, denn 1234 predigte in "Mucelitz" ein Pfarrer. Die heutige Kirche ist ein Bau aus dem Jahr 1828, nachdem Brand zwei Jahre zuvor die alte zerstörte. 1858 erhielt die Kirche ein neues Taufbecken. Rundum Mützlitz wird auch heute noch vorwiegend Landwirtschaft betrieben. Auf Grund der vielen Wiesen und Weiden bietet sich Milchwirtschaft natürlich an. Jedes Jahr am letzten Wochenende im September feiern die Einwohner von Mützlitz ihr Erntedankfest - der Höhepunkt des dörflichen Lebens.
Buckow
Der Ortsname Buckow bedeutet soviel wie "Buche" und zeugt von einem zur Gründungszeit mit Buchen bewachsenen Hügel hin. Auch Buckow wurde als „Bukowe" bereits 1161 in einer Urkunde des Domkapitals Brandenburg erwähnt. Hier am Ort sollen in grauer Vorzeit Wunder geschehen sein - ein Gesundbrunnen soll hier gewesen und „Wunderblut" geflossen sein. Reste der 1343 gebauten „Wunderblutskirche" sind noch heute am Ostgiebel der Kirche zu erkennen. Der Kirchturm wurde früher mit einer großen Wachskerze beleuchtet und diente für die Wallfahrer als Leuchtturm, denn Buckow war früher eine Insel und nur mit dem Kahn erreichbar.
Liepe
Auch Liepe wurde auf einer der der einstigen sieben Inseln des Havellandes gegründet und war wohl von Linden bewachsen. Erstmals erwähnt wurde der Ort, als das Domstift zu Brandenburg Anspruch auf Liepe erhoben. Doch die von Bredow wussten wohl ihr Habe zu schützen und ließen sich mehrfach ihre Rechte an dem Dorf bestätigen.Das Dorf wurde öfter von verheerenden Bränden heimgesucht, so 1704 als das halbe Dorf abbrannte und zwei Feuer innerhalb von drei Tagen 1872 bei dem fast der gesamte Ort den Flammen zum Opfer fiel. Liepe war bis ins 18. Jahrhundert von Wasser umgeben. Wildgänse, Wildenten und Fischreiher waren hier zu hause. Mit der Entwässerung der Luchwiesen wurden hier Schnepfen, Trappen, Kibitze und Störche heimisch.
Damme
![]() Der Name des Ortes weist auf eine slawische Siedlung auf einer der einstigen sieben Inseln des Havellandes hin, denn „Damb" bedeutet soviel wie „Eiche". Erster bekannter Besitzer war Rudolf von Jerichow einem Verwandten des Wendenfürsten Pribislav zu Brandenburg. Dieser schenkte es zum Zeichen seiner Anhängigkeit zum Christentum und um der Verfolgung zu entgehen dem Domstift zu Brandenburg. Am 26. Mai 1811 wurden bei einem Großbrand das ganze Dorf samt Kirche zerstört. Die Inschrift der Glocke in der 1822 neu errichteten Kirche erinnert an die Katastrophe: „Diese Glocke ist am 26.ten Mai 1811 geschmolzen und 1839 von G.C. Bachmann in Berlin wieder neu gegossen worden. Derzeitiger Pastor Hirschberg".
Die Gemarkung Damme grenzt an das Großtrappenschutzgebiet der Naturschutzstation Buckow - ein Ausflug lohnt sich vor allem für Naturfans.
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. April 2010 um 07:17 Uhr |
Der Ort wurde erstmals 1304 erwähnt, als sich der Bischof von Brandenburg mit den Askaniern und denen von Bredow um die Rechte an Nennhausen stritten. Bekannt wurde der Ort durch den Dichter Baron Friedrich de la Motte-Fouque, einem Patensohn König Friedrich des Großen. Zu seiner Zeit gehörte er als Vertreter der späten deutschen Romantik zu den am meisten gelesenen deutschen Schriftstellern und war ein wichtiger Förderer junger Autoren. Sein berühmtestes Werk, das phantasievolle Märchen „Undine" wurde 1811 von E.T.A. Hoffmann und später von Albert Lortzing vertont. In der Kirche erinnert ein Kavaleriedegen und ein stilisiertes Schild an den Dichter. Das Schloss neben dem Amtsgebäude geht auf die Familie derer von Briest zurück. Friedrich Christoph von Briest ließ es 1735 erbauen und erhielt dafür von seinem Gönner und Freund Friedrich Wilhelm I ,unentgeltlich Holz und Steine. Heute ist Nennhausen Amtssitz und mit etwa 1.000 Einwohnern der größte Ort im Amtsbereich. 




