| Eine der ältesten Bockwindmühlen in Brandenburg wird repariert |
| Geschrieben von: der Märkischen Allgemeinen | |
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30 Einwohner und Gäste waren gekommen, um zu erfahren was tun ist, um das Bammer Wahrzeichen auf dem Mühlenberg erhalten zu können. Nach 90 Minuten Diskussion und Aussprache trugen sich von den Anwesenden 25 in eine Beitrittsliste ein und gründeten den Förderverein Bockwindmühle Bamme. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der Bahnitzer Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski (CDU). Anschließend wählten die Gründungsmitglieder einen Vorstand. Vorsitzende ist Cornelia Großmann, Stellvertreter Günter Seidemann. Insgesamt gehören dem Vorstand acht Personen an. Die Bammer Bockwindmühle wurde vor über 670 Jahren gebaut. Vermutlich ist es die älteste heute noch erhaltene Bockwindmühle im Land Brandenburg, sagte Küchler. In der Mühle wurde vor etwa 80 Jahren das letzte mal Korn gemahlen. Mühlenfeste wurden aber noch eine ganze Weile gefeiert. Vor dreieinhalb Jahren zog ein Orkan über das Havelland. „Kyrill“ zerstörte die Flügel der Bammer Bockwindmühle. Aus Sicherheitsgründen müssten die beschädigten Teile abgebaut werden. Seither wird in Bamme beratschlagt, wie es mit der sanierungsbedürftigen Bockwindmühle weitergehen kann. Im vergangenen Jahr wurden im Bockbereich Balken ausgetauscht. Seither steht die Mühle erst einmal wieder sicher. Seitens der Gemeinde Nennhausen wurde für das Wahrzeichen im Ortsteil Bamme ein Sanierungskonzept in Auftrag gegeben. Dieses Konzept wurde auf der Gründungsversammlung des Fördervereins von Günter Seidemann vorgestellt. Danach sind rund 235 000 Euro nötig, um die Mühle wieder so zu reparieren, dass in ihr gemahlen werden kann. Um diese für einen neu gegründeten Förderverein gewaltige Summe aufbringen zu können will man sich nun um Fördermittel zur Mühlensanierung bemühen. Dazu braucht man Eigenanteile und diese dürften bei rund 70 000 Euro liegen, die der Förderverein aufbringen müsste. Um diese Eigenmittel zusammen zu bekommen will man Partner und Sponsoren gewinnen. Eine weitere wichtige Aufgabe sieht der neue Förderverein in der Öffentlichkeitsarbeit. Die alte Bockwindmühle soll nach erfolgreicher Sanierung möglichst viele Besucher auf den Mühlenberg locken, vor allem auch Schulklassen und Jugendgruppen. (Von Norbert Stein)
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. August 2010 um 06:45 Uhr |
Das Ziel ist ehrgeizig, aber nicht unrealistisch. Bereits zur Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion wollen die Bammer in ihrer Bockwindmühle wieder Korn mahlen. Mit der Einrichtung eines Mühlenmuseums in der Bockwindmühle wollen sie auch das alte Müllerhandwerk wieder aufleben lassen. „Bamme ohne Bockwindmühle ist überhaupt nicht vorstellbar. Und damit die Mühle erhalten und saniert werden kann müssen wir etwas tun“, sagte Ortsvorsteher Burkhard Küchler zu Beginn einer Versammlung am Montagabend im Bammer Sportvereinshaus.