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Die "Prokamin 24 GmbH" nutzt die Wärme der Biogasanlage
Geschrieben von: der Märkischen Allgemeinen   

Die Stechow Aktiengesellschaft (AG) hat vor einigen Monaten in Nennhausen eine Biogasanlage in Betrieb genommen. Für die bei der Produktion von Biogas als Nebenprodukt entstehende Wärme gibt es bei der Einspeisung in ein Blockheizkraftwerk eine weitere Nutzung.

In einer Anlage neben der Biogasproduktion sollen in Zukunft jährlich bis zu 15 000 Kubikmeter Kamin-Scheitholz hergestellt werden. Dafür wird die bei der Biogasverbrennung anfallende Wärme im Blockheizkraftwerk mittels Wärmeaustauscher und Wärmetransportleitungen in Form von heißem Wasser zu den Trockenkammern geleitet und dort von einem Wärmeaustauscher in warme Luft umgewandelt, die dann das Holz trocknet.

Das Unternehmen "Prokamin 24 GmbH" hat die dafür notwendige Produktionslinie aufgebaut. Im Sommer 2006 wurde mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes begonnen. Mit dem Bau der Trockenkammern, dem Kauf eines Scheitspalters und dem Abschluss von Holzlieferverträgen wurden die technischen und unternehmerischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Produktionsstart geschaffen. Mit zwei Mitarbeitern wurde Ende November 2006 die Produktion aufgenommen. Im Juni kam ein Praktikant hinzu. Geplant ist, die Anlage in absehbarer Zeit zweischichtig auszulasten. Das Unternehmen wird von Claudia Lehmann geleitet.

Für die Kaminholzproduktion wird hauptsächlich bei Forstäm-tern nördlich von Berlin Laubholz, wie Eiche, Buche und Birke, eingekauft. Das Rohholz wird in Nennhausen von Speditionen angeliefert. In einem Schneidespaltgerät wird das Holz zunächst mit einem Motorschwert auf eine Länge von 25 bis 33 Zentimeter gesägt. Anschließend werden diese Holzstücken gespalten. Über eine Förderanlage gelangen die Holzscheite dann in Gitterboxen oder Säcke mit einer Füllmenge von einem Kubikmeter.

Nach einer Belüftung werden diese Gitterboxen beziehungsweise Säcke in eine von zwei in Nennhausen in Betrieb genommenen Trockenkammern transportiert. Mittels der in der Biogasanlage anfallenden Wärme wird das Holz dann in den Kammern bei einer Temperatur um 70 Grad Celsius innerhalb von zwei bis drei Tagen auf einen Feuchtigkeitsgehalt um 17 Prozent getrocknet. Täglich werden so 20 bis 25 Kubikmeter Kaminholz produziert. Abschließend wird das fertige Holz in 12,5-Kilogramm-Säcke verpackt oder auch in größeren Mengen verkauft.

Derzeit prüft Claudia Lehmann, ob es auch einen Bedarf zur Trocknung von Brettern gibt. Abnehmer des Kaminholzes aus Nennhausen sind vor allem Großmärkte in Berlin und Westdeutschland. Aber Claudia Lehmann will für die Region einen Direktverkauf einrichten. Wer also Interesse an dem Kaminholz hat, kann sich bei ihr in Stechow, Eichenweg 3, melden oder Informationen einholen unter 033874/ 657 13, Fax: 033874/ 657 26 bzw. Mobil 0177/ 246 56 80. ns

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. April 2010 um 09:47 Uhr