| Lesung mit Musik in Nennhausen |
| Geschrieben von: der Märkischen Allgemeinen | |||
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Auch wenn Caroline dort schreibt: „So ist die Musik immer noch das Element, in welchem sich das Wesen der Frauen am freiesten, am naturgemäßesten zurückspiegelt“, ist nicht bekannt, dass sie selbst sehr musikalisch war oder sie sich, oder auch ihre Töchter sich bei den musischen Veranstaltungen im Schloss präsentierten. Doch in ihrem Buch „Der Delphin“, das ihr Ehemann Friedrich de la Motte Fouqué in seinem Frauentaschenbuch 1817 veröffentlicht hat-te, schrieb sie über Musik und einen Kapellmeister, der in allen Zügen E.T.A. Hoffmann, der mehrmals auf Nennhausen war, glich. Man vermutet, dass das Buch die Rache an E.T.A. Hoffmann war, der ein-mal gesagt hatte, dass sie ihm als Hausfrau besser gefiel als als Schriftstellerin. Aus diesem in dem verwunschen Gasthof „Der Delphin“ spielendem Buch las Wolfgang de Bryn, Direktor des Kleist-Museums, einige Pas-sagen und schließlich kam auch noch Heinrich von Kleist selbst zu Wort. Aus seiner Legende: „Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik“ erfuhren die wegen der Fußballweltmeisterschaft eher wenigen Gäste – zur gleichen Zeit spielte die deutsche Mannschaft – den Inhalt. Nach einer Pause stellte Barbara Gribnitz das von ihr verfasste allerneueste Buntbuch des Kleistmuseums (Nr. 48) vor. Es trägt den Titel: „Caroline de la Motte Fouqué, geborene von Briest, auf Nennhausen“ und zeichnet deren Leben nach, aber nicht das der Schriftstellerin. (Von Irene Krieger)
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Das Schloss Nennhausen, in dem Caroline de la Motte Fouqué, einzige Tochter des August von Briest, lebte, dichtete und nach dem Tod ihres Vaters auch für die Verwaltung sorgen musste, war am Sonntag der angemessene Ort, das Leben dieser imposanten und schönen Frau nachzuzeichnen. Eingerahmt von Musik der Fanny Hensel und ihres Bruders Felix Mendelssohn-Bartholdy, von Anja Götze sehr eindrucksvoll vorgetragen, las Anette Handke vom Kleist-Museum Frankfurt (Oder) zu-nächst aus Carolines „Bildungsbuch beim Eintritt in das gesellige Leben“ aus dem Jahr 1826 einige Passagen.